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Das Wohnzimmer ist der Raum, in dem der Vorhang am meisten gesehen wird — und am meisten leisten muss: tagsüber Licht hereinlassen, abends Blicke fernhalten, dabei zur Einrichtung passen und nicht nach zwei Sommern verblassen. Hier steht, wie Sie das mit Stoff, Lagen und Länge lösen.
* Preis pro laufendem Meter, Stoffbreite je Kollektion. Der Endpreis Ihrer Maßgardine ergibt sich im Konfigurator aus Breite, Höhe und Faltenart.
Bestellen Sie bis zu 5 Stoffe als Muster nach Hause — oder lassen Sie sich von unseren Beratern persönlich helfen.
Im Wohnzimmer wollen die meisten beides: tagsüber Licht und abends Sichtschutz. Ein einzelner Stoff kann das nicht — transparent gibt abends, sobald drinnen Licht brennt, den Blick von außen frei; blickdicht nimmt tagsüber Helligkeit. Die klassische Lösung sind zwei Lagen auf einer zweiläufigen Schiene:
Wer nur eine Lage will, wählt blickdicht und nimmt in Kauf, dass der Raum mit geschlossenem Vorhang dunkler ist. Verdunkelnde oder Blackout-Qualitäten braucht das Wohnzimmer nur, wenn ein Beamer oder Bildschirm gegen Tageslicht kämpft.
Im Wohnzimmer zählt, wie ein Stoff wirkt — nicht nur, was er kann. Drei Richtungen, die sich bewährt haben:
Wolle bindet viel Luft und fällt schwer und ruhig; sie eignet sich für große Fenster, bei denen leichte Stoffe unruhig wirken. Bestellen Sie Muster und hängen Sie sie ans Fenster: Fall, Farbe und Lichtwirkung zeigen sich nur im eigenen Raum.
Naturfasern verblassen an Südfenstern schneller als synthetische, kräftige Farben zuerst. Bevor Sie sich für einen Ton entscheiden, lohnt ein Blick auf die Lichtechtheit: eine Skala von 1 bis 8, bei der 6 als sehr gut gilt. Wir geben den Wert auf der Produktseite an, wenn der Hersteller ihn gemessen hat — derzeit bei rund 240 unserer Vorhangstoffe.
Je mehr direkte Sonne das Fenster bekommt, desto höher sollte der Wert sein. Wo er fehlt oder niedrig ist, schützt ein Futterstoff den Vorhang: Er nimmt die Sonne, der Oberstoff behält die Farbe.
Kaum etwas verändert die Wirkung eines Wohnzimmers so stark wie die Länge des Vorhangs. Ein Stoff, der knapp unter der Fensterbank endet, teilt die Wand und lässt den Raum niedriger wirken. Die einfache Regel: Schiene so hoch wie möglich, Stoff bis zum Boden — 2 bis 3 cm darüber, sauber und pflegeleicht.
Bei bodentiefen Fenstern und Fensterfronten lohnt ein Blick auf die Webbreite. Klassische Stoffe sind 140 bis 150 cm breit; für eine Höhe von 280 cm müssen mehrere Bahnen nebeneinander genäht werden. Raumhohe Stoffe mit 280 bis 330 cm Webbreite werden quer verarbeitet und kommen ohne senkrechte Naht aus — bei großen Flächen ein sichtbarer Unterschied. Über 600 unserer Vorhangstoffe haben diese Webbreite. Mehr dazu auf der Seite Vorhänge extra lang.
Die Breite der Schiene: Fensterbreite plus 15 bis 20 cm je Seite. So lässt sich der Vorhang ganz neben das Fenster schieben, das Glas bleibt frei und das Fenster wirkt breiter.
Drei Maße genügen, und alle beziehen sich auf die Schiene, nicht auf das Fenster: die Länge der Schiene, die Höhe ab dem Punkt, an dem der Stoff zu hängen beginnt (bei Faltenband und Gleitern die Unterkante der Schiene, bei Ösen die Oberkante der Stange), und das Faltenband. Den Stoffbedarf rechnet der Konfigurator — Schienenlänge mal Faltenfaktor — und zeigt sofort den Preis.
Für hohe Fenster gilt: lieber ruhig als üppig. Ein Wellenband mit Faktor 2 erzeugt gleichmäßige, tiefe Wellen, die die Höhe betonen. Wenn Sie zwischen zwei Stoffen schwanken, bestellen Sie von beiden ein Muster. Genäht wird in Berlin.
Meist zwei Lagen auf einer zweiläufigen Schiene: innen ein transparenter Stoff für den Tag, außen ein blickdichter Vorhang für den Abend. Beim Stoff haben sich Leinen (lebendig, knittert), Samt und Chenille (wohnlich, dämpfen Nachhall) und Mischgewebe (Naturoptik, knittert weniger) bewährt. Verdunkelnde Stoffe braucht das Wohnzimmer nur bei Beamer oder Bildschirm.
Bis zum Boden, 2 bis 3 cm darüber — und die Schiene so hoch wie möglich, am besten direkt unter der Decke. Ein Vorhang, der knapp unter der Fensterbank endet, teilt die Wand optisch und lässt den Raum niedriger wirken. Nur bei einem Heizkörper unter dem Fenster endet der Vorhang über der Fensterbank.
Achten Sie auf die Lichtechtheit, eine Skala von 1 bis 8; 6 gilt als sehr gut. Wir geben den Wert auf der Produktseite an, wenn der Hersteller ihn gemessen hat. Naturfasern und kräftige Farben verblassen schneller als synthetische Stoffe und helle Töne. Wo der Wert fehlt oder niedrig ist, schützt ein Futterstoff den Vorhang.
Ja, mit raumhohen Stoffen von 280 bis 330 cm Webbreite. Sie werden quer verarbeitet: Die Webbreite wird zur Höhe, der Vorhang kommt ohne senkrechte Naht aus. Über 600 unserer Vorhangstoffe haben diese Webbreite. Ob ein Stoff quer verarbeitet werden kann, hängt auch vom Muster ab.
Ja, im Raum selbst: Schwere, florige Stoffe wie Samt und Chenille schlucken den Nachhall, den Glas, Parkett und glatte Wände zurückwerfen. Gespräche werden verständlicher, der Raum klingt weicher. Gegen Straßenlärm durch das Fenster hilft ein Vorhang dagegen wenig. Für gezielte Raumakustik: die Seite Akustikvorhang.
Leinen zeigt Charakter: Die Falten stehen, die Oberfläche lebt, es knittert sichtbar. Wer das mag, nimmt reines Leinen. Wer es nicht mag, greift zum Mischgewebe mit Leinenanteil: Es behält die Leinenoptik, knittert deutlich weniger und ist formstabiler. Die genaue Zusammensetzung steht bei jedem Stoff auf der Produktseite.
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